Zurück

PV-Überschussladen Wiki

{tricoma_jetzt_starten}

PV-Überschussladen (auch Überschussladen genannt) bedeutet, dass ein Elektroauto bevorzugt mit dem Strom geladen wird, der gerade von der Photovoltaikanlage (PV) erzeugt und im Haushalt nicht benötigt wird. Statt den Überschuss ins Netz einzuspeisen, wird er für die Fahrzeugladung genutzt – mit dem Ziel, den Eigenverbrauch zu erhöhen und den Netzbezug zu reduzieren.

  1. PV-Erzeugung liefert aktuell verfügbare Leistung (kW).
  2. Messung am Netzanschlusspunkt erfasst Import/Export (Smart Meter/Modbus-Zähler).
  3. Regelung passt die Ladeleistung der Wallbox dynamisch an den Überschuss an.

Ein Energiemanagementsystem (EMS) oder eine passende Wallbox-Logik berechnet kontinuierlich: Überschuss = PV-Erzeugung – Hausverbrauch (± Speicherstrategie). Dieser Überschuss wird in eine zulässige Ladeleistung übersetzt.

  • Wallbox mit dynamischer Leistungsregelung (z. B. per Modbus, OCPP, proprietäre Schnittstelle).
  • Messkonzept am Netzanschlusspunkt (Smart Meter/Smart Meter Gateway oder geeigneter Energiezähler).
  • Kommunikation zwischen Zähler/Wechselrichter/EMS und Wallbox (LAN/WLAN/RS485).
  • Konfiguration: Ladegrenzen, Phasenmodus, Prioritäten (Haus, Speicher, Auto).
  • Eigenverbrauch: Anteil des PV-Stroms, der direkt vor Ort genutzt wird.
  • Netzbezug: Strom, der zusätzlich aus dem Netz bezogen wird.
  • Einspeisung: Überschuss, der ins öffentliche Netz fließt.
  • Mindestladestrom: Viele Fahrzeuge laden erst stabil ab ca. 6 A pro Phase (abhängig von Fahrzeug/Wallbox).
  • 1-/3-phasiges Laden: Einfluss auf Mindestleistung und Regelbarkeit.

PV-Überschuss schwankt (Wolken, Verbraucher). Um auch bei geringem Überschuss laden zu können, ist 1-phasiges Laden oft vorteilhaft, weil die Mindestladeleistung niedriger ist. Bei 3-phasigem Laden ist die Mindestleistung höher, dafür sind hohe Ladeleistungen effizient erreichbar.

Modus Typische Mindestleistung (Richtwert) Vorteile Nachteile
1-phasig ca. 1,4 kW (6 A) lädt auch bei wenig Überschuss, feinere Regelung geringere Maximalleistung, ggf. längere Ladezeit
3-phasig ca. 4,1 kW (3 × 6 A) hohe Ladeleistung möglich, oft effizient bei Volllast benötigt mehr Überschuss, weniger „PV-feinfühlig“

Hinweis: Werte sind abhängig von Fahrzeug, Wallbox und Installation. Einige Systeme bieten Phasenumschaltung (automatischer Wechsel zwischen 1- und 3-phasig), um sowohl bei wenig als auch bei viel Überschuss optimal zu laden.

  • Reines Überschussladen: Laden nur, wenn ausreichend PV-Überschuss vorhanden ist (minimiert Netzbezug).
  • PV + Mindestladung: PV wird bevorzugt, bei Bedarf wird ein kleiner Netzanteil zugelassen (komfortorientiert).
  • Zeitfenster/Abfahrtszeit: Bis zu einer Deadline wird ein Ziel-Ladezustand erreicht, PV-Anteil maximiert.
  • Prioritätslogik mit Speicher: z. B. erst Haus, dann Speicher, dann Auto (oder umgekehrt je nach Strategie).
  • Saubere Messung am Netzanschlusspunkt: Nur so wird Überschuss korrekt erkannt.
  • Hysterese/Glättung aktivieren: Verhindert „Takten“ (ständiges Start/Stopp bei Wolken).
  • Mindestlaufzeit (z. B. 5–10 Minuten) und Mindestpause definieren: schont Schütze und erhöht Stabilität.
  • Phasenstrategie: Bei kleinen Anlagen häufig 1-phasig starten, bei hohem Überschuss auf 3-phasig wechseln.
  • Wallbox-Limit passend zur Hausanschluss-Situation: Überlast vermeiden, Lastmanagement nutzen.
  • Ladeverluste berücksichtigen: Sehr niedrige Ladeleistungen können relativ höhere Verluste verursachen.
  • Auto lädt nicht an: Mindeststrom nicht erreicht → 1-phasig laden oder Mindestleistung erhöhen.
  • Laden startet/stoppt ständig: Hysterese zu klein → Glättung, Mindestlaufzeit, größere Schwellenwerte setzen.
  • Netzbezug trotz Überschussmodus: Messpunkt falsch, Verbraucher-Spitzen, Speicherlogik → Messkonzept prüfen, Grenzwerte anpassen.
  • Zu langsames Laden: Überschuss reicht nicht → Zeitfenster/Hybridmodus nutzen oder gezielt mit Netzanteil laden.

Das hängt vom Hausverbrauch und vom Lade-Modus ab. Als grober Richtwert ist 1-phasiges Überschussladen oft schon ab niedrigerem Überschuss möglich als 3-phasig. Entscheidend ist, wie häufig im Tagesverlauf stabiler Überschuss oberhalb der Mindestladeleistung verfügbar ist.

Oft ja, weil der selbst erzeugte Strom direkt genutzt wird. Wirtschaftlich relevant sind jedoch auch Einspeisevergütung, Stromtarif, eventuelle dynamische Tarife sowie Komfortanforderungen (z. B. sicher voll bis zur Abfahrt).

Das ist eine Strategiefrage: Wer abends viel Haushaltsstrom braucht, priorisiert häufig den Speicher. Wer tagsüber fahren muss oder möglichst viel PV direkt nutzen will, priorisiert eher das Auto. Viele EMS erlauben Prioritäten oder Zeitprofile.

  • Wallbox unterstützt dynamische Leistungsregelung (inkl. PV-/EMS-Anbindung)
  • Zähler/Messung am Netzanschlusspunkt installiert und korrekt eingebunden
  • EMS/Wechselrichter-Kommunikation aktiv (Schnittstellen, IPs, Modbus-IDs etc.)
  • Schwellenwerte: Mindestleistung, Hysterese, Mindestlaufzeit/Mindestpause
  • Optionale Features: Phasenumschaltung, Abfahrtszeit, Speicher-Priorität
  • Testlauf bei Sonne + wechselnder Last (Wasserkocher/Backofen) zur Feinjustierung

Stand: laufend aktualisiert. Ergänzungen/Hersteller-spezifische Beispiele können in Unterseiten dokumentiert werden.

Quelle: Eigene Praxiserfahrungen/Messungen (Lastgänge, Ladeprofile, PV-Ertrag)
{tricoma_footer_testen}

Jetzt unverbindlich beraten lassen

Lassen Sie sich zeigen, wie Sie mit tricoma.energy Kosten sparen und gleichzeitig Ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen.

E-Mail schreiben
Willkommen bei tricoma.energy unsere Cookies und Tracking
Diese Webseite verwendet Cookies
Cookies werden zur Verbesserung der Benutzerführung verwendet und helfen dabei, diese Webseite besser zu machen.